Stoeferlehalle

1952 wurde die Halle für den Fachbereich Maschinenbau gebaut und von diesem bis zum Jahr 1970 genutzt. Während dieser Zeit war Prof. Stöferle aus dem Fachbereich Machinenbau der verantwortliche Professor für die Halle. Nach seinem Tod wurde die Halle „Stoeferlehalle“ genannt, wobei nicht bekannt ist von wem und aus welchem Grund. Nachdem ein großer Teil des Fachbereichs Maschinenbau auf die Lichtwiese verlegt worden ist, wurde der überwiegende Teil der Halle nicht mehr durch die Studierenden des Fachbereichs Maschinenbau genutzt. Lediglich ein kleiner Bereich, der so genannte „Bunker“ (so genannt wegen seiner dicken Betonwände), wird auch heute noch zum Zwecke von Maschinenakustik-Experimenten genutzt. In die leer stehenden Hallenräume zog die Materialbeschaffungsstelle der TUD mit ihrem Materiallager ein.

Die Stoeferlehalle sollte schließlich übergangsweise als Mensa genutzt werden. Bei Sicherheitsüberprüfungen stellte sich allerdings heraus, dass das Dach der Halle schwer beschädigt war und eine Erneuerung des Daches nicht lohnenswert erschien. Daraufhin musste auch die Materialbeschaffungsstelle die Halle räumen. Die Halle stand nun mehrere Jahre leer und sollte abgerissen werden. Doch Hochschulpräsident Johann-Dietrich Wörner hatte 1997, angeregt von seinem Dezernenten für studentische Angelegenheiten, Winfried Seidel, die Idee, die Halle als Veranstaltungszentrum vor allem für Studierende zu nutzen. Diese Vision brachte Päsident Wörner während des Hochschulstreiks im November 1997 auf den Weg. In einer der vielen Verhandlungen zwischen Hochschulverwaltung und Studierenden berichtete er von seinem Plan und so fanden sich am Rand des Streiks einige Studierende zum Arbeitskreis Stoeferlehalle (AK) zusammen.

In Folge des studentischen Interesses vermittelt durch den AK, konnte Präsident Wörner im Herbst 1998 Sponsoren für die Sanierung des Hallendaches gewinnen, das daraufhin komplett erneuert wurde.
Nach der Sanierung begannen die Arbeiten zur konzeptionellen Gestaltung und des Innenausbaus der Stoeferlehalle. Sie wurden maßgeblich von einer Architekturgruppe um die Personen Daniel Dolder, John Lau und Michel Müller geplant und koordiniert.