Bürokraft für Öffentlichkeitsarbeit gesucht

Das 603qm sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Bürokraft im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (w/m)

Der Kulturbetrieb 603qm ist ein autonomes, gewerbliches Referat des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Technischen Universität Darmstadt. Neben dem Cafébetrieb 60,3qm in der Magdalenenstr. 2 (S1|19) steht momentan die Planung der neuen Räumlichkeiten in der Alexanderstr. 2 im Vordergrund.

Das Aufgabengebiet umfasst unter anderem:

  • Betreuung der Auftritte des 603qm in sozialen Netzwerken und der Homepage
  • Verwaltung der Presse- und Mail- Verteiler
  • Kommunikation mit unserer Design Agentur
  • Erstellung von Presse- und Programm- Texten
  • gemeinsame Entwicklung von PR Strategien für den Neubau des 603qm

Es werden keine speziellen qualifizierenden Berufsabschlüsse benötigt. Wir erwarten neben sehr guten deutschen und guten englischen Sprachkenntnissen, eine aufgeschlossene Person, die gerne mit Menschen und im Team arbeitet. Weiterhin sind uns die Fähigkeit zum selbstständigen und strukturierten Arbeiten, sowie ein hohes Maß an Zuverlässigkeit wichtig.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 10 Stunden und wird mit 9€ pro Stunde vergütet.

Die Stelle ist auf 6 Monate befristet und wird zum Beginn des neuen Betriebes mit geänderten Arbeitszeiten und Vergütungssätzen neu ausgeschrieben. Eine Fortführung der Stelle ist ausdrücklich erwünscht.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige, möglichst digitale Bewerbung bis zum 20.03.2016 an personal@603qm.de.

Oder per Post:

603qm c/o AStA TU Darmstadt

Hochschulstr. 1

64289 Darmstadt

 

Vortrag auf 60,3qm: Theodora Becker

12248137_953054601420417_1428941106842959408_o

01.02.2016

Beginn 18.30 Uhr

Vortrag mit Theodora Becker: Vom Verbot der „Gewerbsunzucht“ zum „Prostituiertenschutzgesetz“

im Rahmen der Ringvorlesung Darmtadt WS 15/16 veranstaltet vom Referat für politische Bildung im AStA der TU Darmstadt

Info:

Die Floskel, Prostitution sei „kein Beruf wie jeder andere“, wird auch in der gegenwärtigen Debatte um das neue Gesetz zur Regulierung der Prostitution immer wieder verwendet. Mit ihr wird legitimiert, dass es für die Prostitution andere Regeln brauche als für andere Erwerbstätigkeiten. Im Zentrum der Debatte steht dabei heute der angebliche „Schutz“ von (migrantischen) Prostituierten vor Ausbeutung und Zwang, was sich auch in der Benennung des neuen Gesetzes als „Prostituiertenschutzgesetz“ widerspiegelt. Der wohlmeinende Titel verdeckt die Tatsache, dass das Gesetz, dessen erklärtes Ziel es ist, „die in der Prostitution Tätigen besser zu schützen“ und „ihr Selbstbestimmungsrecht zu stärken“, in erster Linie repressive und bürokratische Maßnahmen enthält, die darauf zielen, das Ausmaß der Prostitution zu verringern und das Gewerbe einer umfassenden staatlichen Überwachung zu unterwerfen.

Das Gesetz steht damit in einer Kontinuität mit der staatlichen Regulierung der Prostitution in der bürgerlichen Gesellschaft seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts, die stets davon ausging, dass die Prostitution in ordnungspolitischer, hygienischer, sittlicher, strafrechtlicher und geschlechterpolitischer Hinsicht ein gesellschaftliches Problem darstellt, dem mit repressiven Maßnahmen gegen Prostituierte und Bordellbetreiber (bzw. „Zuhälter“) zu begegnen sei.

Der Vortrag beleuchtet vor diesem Hintergrund das neue Gesetz und die Auswirkungen, die es haben könnte, sowie die Veränderungen und Kontinuitäten der gesellschaftlichen Ansichten zur Prostitution unter dem Aspekt der Sexualmoral und des Begriffs von Arbeit.

facebook

 

 

Vortrag auf 60,3qm: Lustvolle Machtkämpfe

lustvolle machtkämpfe web

 

Donnerstag, 21.01.2016

ab 18.30 Uhr

veranstaltet vom Queerreferat AStA TU Darmstadt

 

Anhand aktueller Publikationen sowie einer Videoarbeit der Künstlerin Tejal Shah sollen einige Schlaglichter auf ästhetische Strategien und den Einsatz bestimmter Sujets in queerer Kunst und (audio-)visueller Kultur geworfen werden. Hierbei gilt es über den Zusammenhang von Bild, Begehren, Macht und Bedeutung nachzudenken. Mit Bezug auf Elspeth Probyns These, dass sich Begehren in Bildern bewegt und Bilder als Transportmittel des Begehrens fungieren, fragt Antke Engel, inwiefern dies queerer Kunst erlaubt, Verbindungen zwischen unterschiedlichen Machtfeldern zu ziehen, so dass Gender _ Rassisierung _ Kapital _ Sexualität _ Körpernormen einander durchdringen. Welche ästhetischen Strategien und/oder Lektürepraxen ermöglichen es, Differenz weder als das Andere der Identität noch in hierarchischen Anordnungen stillzustellen?

Antke Engel ist promovierte Philosophin, Queer Theoretikerin und freiberuflich in Wissenschaft und Kulturproduktion tätig. Sie leitet das „Institut für Queer Theory“ in Berlin (www.queer-institut.de), wo sie Projekte initiiert, die sich einer „queeren Politik der Repräsentation“ verschreiben und die Grenzen zwischen akademischer, politischer und kultureller Praxis herausfordern. Sie hat zahlreiche Aufsätze und zwei Monographien publiziert: Wider die Eindeutigkeit (2002) und Bilder von Sexualität und Ökonomie (2009). Kürzlich erschienen: postkolonial kauen und kannibalisch begehren, in: Hoenes, Josch/Paul, Barbara (Hg.): Un/verblümt. Queere Politiken in Ästhetik und Theorie (Berlin 2014).